Staatsakt: Unabhängige Musik aus der Hauptstadt

Eines der wichtigsten Labels für unabhängige und moderne Musik ist die Plattenfirma Staatsakt aus Berlin. Gunther Osburg und Maurice Summen wollten 2003 die Musik ihrer Band selbst veröffentlichen und gründeten dafür ein eigenes Label. Schnell stellte sich heraus, dass sie ein Händchen für das Musikgeschäft hatten, und sie nahmen andere Bands und Musiker unter Vertrag.

Die Musik, die man bei Staatsakt findet, ist in vielen Fällen gewöhnungsbedürftig und weit vom Mainstream entfernt. Das macht den Erfolg aus. Die wichtigste Gruppe ist Die Türen, der Osburg und Summen selbst angehören, und Der Mann, die aus der gleichen Formation erwuchs. Einer der bekanntesten Indie-Künstler, der bei Staatsakt unter Vertrag ist, dürfte Bonaparte sein, ein Schweizer, der mit seinem Visual-Trash-Punk Musik und Performance auf neue Art und Weise verbindet.

Pop mit neuen Texten

Albrecht Schrader ist ebenfalls ein Künstler, der bei Staatsakt unter Vertrag ist. Der Komponist Jahrgang 1983 hat unter anderem für Katrin Bauernfeind geschrieben, aber auch die Musik von Theaterstücken komponiert. Sein erfolgreichstes Album kann unter dem Namen Nichtsdestotrotzdem bei Staatsakt heraus. Seine Musik ist oftmals eine Mischung aus gefälligen Poptönen und Sprechgesang.

Indiemusik mit Erfolgsrezept

Bekannt geworden ist auch die Gruppe Ja, Panik, die in Österreich gegründet wurde, dann aber nach Berlin zog und bei Staatsakt ein Zuhause fand. Sie machen experimentellen Indie-Rock mit deutschen Texten und haben bereits Preise gewonnen. Das Album The Taste and the Money gilt als eines der bekanntesten.

Das Plattenlabel Staatsakt wurde ab 2009 von Maurice Summen allein geführt, im Jahr 2011 kam es zu einer Fusion mit Audiolith aus Hamburg. Aus der gemeinsamen Firma Audioakt kam aber nur eine Platte heraus. Summen gründete mit Bekannten dann die Staatsakt Rec. GmbH. Der Vertrieb der Musik ist aber ausgelagert worden. Eine Firma kümmert sich um den digitalen Vertrieb, eine andere um die gepressten Platten. Staatsakt selbst produziert und bewirbt die Künstler, die es unter Vertrag hat.